Fußgänger im Straßenverkehr – Täter oder Opfer ?

… so eine provokative Frage auf dem aktuellen 63. Deutschen Verkehrsgerichtstag.

Es ist eine jährlich stattfindende Expertenversammlung für Recht, Sicherheit und Verkehrspolitik. Viele Jahre forderte dort Fuss e. V. einen Schwerpunkt zum Fußverkehr aufzunehmen. In diesem Jahr war es endlich soweit und einstimmig beschlossen die mehr als 100 Fachleute in der Arbeitsgruppe VI Empfehlungen, die ein starkes Signal für den Fußverkehr an die Verantwortlichen senden. Der Fußverkehr ist zu stärken und als gleichberechtigte Verkehrsart anzuerkennen. Blickt man dabei auf Rostock und die zurückliegenden Jahrzehnte, hat der Fußgänger bei den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung gar keine Lobby. Fußverkehrsflächen wurden zugunsten von parkenden Autos reduziert, durch die Einrichtung von Radverkehrsflächen und Verkehrsausstattungen werden diese stetig zurückgedrängt. Der Altbestand an Gehwegen ist in sehr vielen Stadtteilen marode und nicht verkehrssicher. Biestows Gehwege zählen innerhalb der Hanstestadt zu den schlechtesten und risikoreichsten Wegen überhaupt. Investitionen im Altbestand sind nicht geplant. Das muss sich in jeder Hinsicht ändern.

Für den Vorstand Christiane Müller

Ein Parkhaus in Biestow würde nicht helfen …

Der Damerower Weg ist immer wieder in aller Munde und sein Zustand sorgt für Ärger bei vielen Biestower: innen: es ist der desolate und bei Regenfällen nicht nutzbare Geh- und Radweg, oft sind es rücksichtlos fahrende Anlieger:innen, es sind immer häufiger Falschparker, es fehlen noch Bänke und die Wegebeleuchtung ist unzureichend. Zudem wurde stillschweigend und ohne einen ersichtlichen Grund die Beschilderung des Damerower Weges Ende 2024 geändert und das Grün entlang des Weges abgeschoben. Beides lädt förmlich Autos zum Falschparken ein, obwohl Parken verboten ist!

Für den Vorstand

Christiane Müller

Verkehre und Geschichten

In diesem Jahr startet ein neues Projekt. Der Verein wird sich den wenigen und desolaten Wegen in Biestow widmen. In der Vorschau empfehlen wir folgenden Dreiteiler zur Geschichte des Autos, welche maßgeblich den heutigen Alltag prägen.

https://www.arte.tv/de/videos/RC-026050/vom-motorwagen-zum-boliden-die-geschichte-des-automobils/

Für den Vorstand Christiane Müller

Einziger Gehweg gesperrt

Stopp Fußgänger!

Fakt ist, der ohnhin zu schmale Gehweg an der Dorfengstelle zwischen dem Wohnpark und dem Dorfkern Biestow ist für Fußgänger voll gesperrt. Weit und breit ist es die einzige fußläufige Verbindung zwischen den Quartieren und angrenzenden Stadtteilen. Ein Gefahrenschild und/ oder eine Geh-Umleitung fehlen. Das ist ein erwartbares hohes Gefahrenpotentital für die Bewohner: innen und Besucher: innen von Biestow. Gerade in der bevorstehenden Adventszeit ist mit einem erhöhtem Verkehrsaufkommen bei allen Verkehrsteilnehmern zu rechnen. Der schwächste Nutzer des Verkehrsraumes wird immer der Fußgänger sein. Deshalb ist er insbeondere zu schützen.

Was macht eigentlich die zuständige Verkehrsbehörde? Eine sach- und fachgerechte Baustellenabsicherung ist für alle am Bau Beteiligten sowie die Nutzer von Wegen vorgeschrieben. Nicht nur in Biestow, im gesamten Süden von Rostock, findet sich in diesen Tagen der nicht zu akzeptierende Umstand.

Für den Vorstand Christiane Müller

Einrichtung eines Bürgerstammtisches

Auf der 1. Bürgerinformationsveranstaltung am 14.12.2015 regten verschiedene Einwohner Biestows an, sich Einzelthemen zum Wohngebiet Biestow und anliegender Räume im kleinen Kreis fachlich zu erschließen, zu diskutieren. Eventuell ließen sich so auch Lösungen für Problemfälle finden.

Diese Anregung hat die BI Biestow gern aufgenommen und lädt aus aktuellem Anlass zum 1. Bürgerstammtisch mit dem Thema „Verkehrsberuhigter Bereich in Biestow“ ein.

Einwohnerinnen und Einwohner treffen sich, um Problemfragen gemeinsam zu diskutieren. Soweit möglich und erforderlich, sollen Experten hinzugezogen werden. Ziel dabei kann es neben dem persönlichen Kennenlernen im Stadtteil nur sein, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und dabei vorhandenes Wissen zu bündeln, um dem Einzelnen Hilfestellung geben zu können. Im kleinen Kreis (10-15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer) hat dann jeder die Möglichkeit, seine Fragen vorzubringen, vorhandenes Wissen einzubringen und selbst neue Fakten mitzunehmen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Tragen Sie sich für den 1. Bürgerstammtisch am 24.02.2016 unter „bevorstehende Veranstaltung“ in die dort beigefügte doodle-Liste ein!

Für die Bürgerinitiative Biestow

Klaus-Peter Müller